Die 10 gängigsten Fastenmythen – wir klären auf

Die 10 gängigsten Fastenmythen – wir klären auf

Fasten genießt immer mehr Aufmerksamkeit, da wir die gesundheitlichen Vorteile durch aktuelle Studien immer besser verstehen. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, das Fasten mehr ist, als eine schnelle Abnehmmethode. Dennoch ranken sich immer noch einige Mythen rund ums Fasten. Was ist da dran? 

1. Fasten kommt verhungern gleich 

Fasten bedeutet freiwilliger Verlust auf Essen und hat nichts mit Hungern zu tun. Im Gegensatz zu Menschen, die nicht genug zu essen haben und hungern müssen, kann das Fasten jederzeit unterbrochen werden. Genau dies sollten Sie auch tun, wenn es Ihnen beim Fasten aus irgendeinem Grund nicht gut geht. 

2. Fasten ist das gleiche wie eine kalorienreduzierte Diät 

Fasten ist zwar theoretisch eine extreme Form der Kalorienrestriktion, hat aber völlig andere Auswirkungen auf den Körper. Es verbessert den Fett- und Zuckerstoffwechsel und regt Regenerationsprozesse an. Im Gegensatz zu einer kalorienreduzierten Diät geht der Energieverbrauch auch nicht runter, sondern hoch. 

3. Beim Fasten werden Muskeln abgebaut 

Fasten ermöglicht es uns, auf unsere Fettreserven zuzugreifen. Wenn Fett verfügbar ist, wird dies in erster Linie als Energiequelle genutzt. Falls Sie Sorge haben, dass Sie während des Fastens Muskelmasse verlieren, sollten Sie körperlich aktiv sein. Dazu eignet sich zum Beispiel das Fastenwandern sehr gut. 

4. Man hungert beim Fasten 

Jeder, der einmal eine Diät gemacht hat weiß, dass dies mit Hungern verbunden ist. Beim Fasten geht der Hunger jedoch schnell vorüber. Ab dem dritten Fastentag verspüren die meisten Leute keinen Hunger mehr und sind stattdessen voller Energie.  

5. Fasten ist gefährlich 

Fasten ist für einen gesunden Menschen vollkommen unbedenklich, denn in der Geschichte des Menschen war regelmäßiges Fasten eher die Regel als die Ausnahme. Unter bestimmten Umständen ist Fasten jedoch tatsächlich kontrainduziert und Sie sollten längeres Fasten mit Ihrem Arzt abklären, insbesondere wenn Sie Medikamente einnehmen. 

6. Fasten führt zu Unterzuckerung 

Der menschliche Körper ist in der Lage, den Blutzucker sehr genau zu regulieren, auch wenn längere Zeit kein Zucker zugeführt wird. Bei Diabetikern kann diese Blutzuckerregulation jedoch gestört sein. Falls Sie Diabetiker sind, dürfen Sie auf keinen Fall ohne ärztliche Absprache fasten. Während des Fastens muss die Dosis der Diabetesmedikamente angepasst werden, da ansonsten eine lebensgefährliche Unterzuckerung droht. 

7. Fasten ist ein neumodischer Trend 

Fasten ist sehr tief in der Evolution des Menschen verankert und wird auch als religiöses Ritual seit Jahrtausenden praktiziert. Die Angewohnheit jeden Tag von morgens früh bis abends spät zu essen ist hingegen eine sehr neumodische Erscheinung. 

8. Fasten führt dazu, dass man sich überisst 

Viele Leute denken, dass Fasten sinnlos ist, weil man sich nach dem Fasten überisst und die eingesparten Kalorien wieder wett macht. Es stimmt zwar, dass man nach einer Fastenphase tendenziell mehr isst. Die Vorstellung, dass man plötzlich doppelt so viel oder noch mehr isst, trifft jedoch nicht zu. Im Gegenteil: dadurch, dass Fasten den Fettstoffwechsel ankurbelt, hilft es, den Hunger auf natürliche Weise zu regulieren. 

9. Fasten führt zu Nährstoffmangel 

An Fastentagen nehmen Sie natürlich nicht die empfohlene Tagesmenge an essenziellen Nährstoffen auf. Fasten ist jedoch immer zeitlich begrenzt und an nicht-Fastentagen gleichen Sie das wieder aus. Deswegen sollten Fasten und eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung immer Hand in Hand gehen. 

10. Das Gehirn braucht täglich 130g Zucker 

Es ist korrekt, dass das Gehirn Zucker benötigt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie den Zucker mit der Nahrung aufnehmen müssen. Denn der Körper kann Zucker auch selbst herstellen. Außerdem sinkt beim Fasten der Zuckerbedarf des Gehirns, denn der Körper kann aus Fett sogenannte Ketonkörper herstellen, die eine hervorragende Energiequelle für das Gehirn darstellen.  

Kommentare sind deaktiviert.