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Fasten bei Multipler Sklerose

Fasten bei Multipler Sklerose

Multiple Sklerose ist eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Myelinscheide der Nervenzellen angreift. Bei der Myelinscheide handelt es sich um eine isolierende Schutzschicht, die für eine schnelle Signalweiterleitung von Nervenimpulsen sorgt. Die Erkrankung ruft viele verschiedene Symptome, wie Erschöpfung, neuropathische Schmerzen, Muskelschwäche und Taubheitsgefühle hervor. Die Ursache der Krankheit ist nicht gut verstanden. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Ernährung bei der Entstehung eine Rolle spielt. Aus diesem Grund werden Ernährungsansätze zur Behandlung Multipler Sklerose untersucht.

Pilotstudie: Fasten kann die Symptome Multipler Sklerose lindern

Aus Tierstudien weiß man, dass Fasten die Symptome in Mäusen mit Multipler Sklerose lindern kann. Dies geht mit einem Rückgang von Entzündungsreaktionen und einer Regenerierung der Myelinscheide einher. Erste Studien haben auch die Auswirkung von Fasten bei Patienten mit Multipler Sklerose untersucht.

In einer Pilotstudie der Charité Berlin (IGEL Studie) unter Leitung des Langlebigkeitsforscher Valter Longo wurde der Effekt von Fasten bei Patienten mit Multipler Sklerose untersucht. Die Teilnehmer erhielten für sieben Tage eine sogenannte fasting mimicking diet (FMD), also ein Ernährungsplan, der Fasten imitiert. Eine FMD enthält nur wenig Kalorien, wodurch der Fastenstoffwechsel ermöglicht wird. Gleichzeitig liefert sie essentielle Nährstoffe und ist somit besser verträglich als reines Wasserfasten. Im Anschluss an die FMD folgten die Probanden für sechs Monate einer mediterranen Ernährungsweise.

Eine weitere Gruppe ernährte sich für 6 Monate ketogen. Eine ketogene Ernährung ist eine sehr kohlenhydratarme Ernährungsweise mit 20- 40g Kohlenhydraten pro Tag. Ähnlich wie beim Fasten wechselt der Stoffwechsel bei einer ketogenen Ernährung auf Fettverbrennung. Sowohl beim Fasten als auch bei einer ketogenen Ernährung werden aus Fett sogenannte Ketonkörper gebildet. Ketonkörper stellen eine effiziente Energiequelle dar, die auch das Gehirn sehr gerne nutzt. Ketonkörper liefern jedoch nicht nur Energie, sie wirken auch antientzündlich. Als Kontrolle befolgte eine dritte Gruppe eine normale Ernährungsweise.

Sowohl die ketogene Ernährung als auch die FMD führten zu einer verbesserten Lebensqualität und zu einer allgemeinen Verbesserung der körperlichen und mentalen Verfassung. Da Entzündungsprozesse bei Multipler Sklerose von großer Bedeutung sind, sind diese Ergebnisse wahrscheinlich auf die antientzündliche Wirkung der Ketonkörper zurückzuführen. Außerdem wirken sich sowohl Fasten als auch eine ketogene Ernährung positiv auf die Darmflora aus. Die Diversität der Darmflora ist bei Multipler Sklerose vermindert, was einen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hat.

Eine laufende Studie untersucht die Auswirkung von Fasten auf Multiple Sklerose näher

Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse der IGEL Studie wurde eine größer angelegte Studie gestartet (NAMS), die mit einer Dauer von 18 Monaten deutlich länger ist. Die Studie wird vom Fastenexperten Prof. Andreas Michalsen und Prof. Friedemann Paul der Charité in Berlin geleitet. Sie umfasst drei Gruppen: die erste Gruppe ernährt sich für 18 Monate ketogen. Die zweite Gruppe fastet alle sechs Monate für 7 Tage, in denen die Teilnehmer eine FMD erhalten. Zwischen den Fastenperioden praktizieren die Probanden Intervallfasten, wo sie täglich in einem Zeitraum von 10 Stunden essen und für 14 Stunden fasten. Eine dritte Kontrollgruppe folgt einer gesunden Ernährungsweise laut den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Nach 18 Monaten werden die Probanden mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Außerdem wird analysiert, wie sich die jeweilige Ernährungsweise auf die Lebensqualität, das Fortschreiten der Krankheit, Depressionen, Erschöpfung, kognitive Leistung, Entzündungen und die Darmflora auswirkt. Die Studie hat 2017 gestartet und nimmt noch bis März 2020 weitere Teilnehmer auf. Ergebnisse der Studie werden im Dezember 2020 erwartet.

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