Fasten Allgemein

Fasten Allgemein

Hier finden Sie alle Fastenkurse

Versuch einer Definition

Fasten ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine bestimmte Zeit. Es ist eine geistige Leistung unter Ausnutzung der aus der Natur entwickelten physischen Fähigkeit, eine bestimmte Zeit ohne feste Nahrung auszukommen. Diese natürliche Fähigkeit sicherte unser Überleben, so wie auch vieler anderer Lebewesen.




Tiere und Menschen in Not fasten nicht, sondern leiden Hunger oder Durst. Fasten als aktiver Prozess ist nur dann möglich, wenn jederzeit genügend Nahrung zur Verfügung steht und der Fastende in einer geistigen und psychisch stabilen Verfassung ist. Das Fasten ist, kurz gesagt, ein waches (im Schlaf fasten wir nicht), aktives (im Unterschied zum passiven Nicht-Essen bei Krankheit), menschliches Geschehen (Tiere fasten nicht), bei dem Leib und Seele sich darauf einstellen, die Nahrung, ohne Sie zu verachten, für eine bestimmte Zeit nicht von außen her, sondern aus dem eigenen Depot zu beziehen. (s. auch Brantschen, Lützner).

Begriff und Kontext

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen „vaste“ für „fest“, „befestigen“. Wer fastet, befestigt sich und trägt zu seiner Stabilität bei. Vom Fasten ist das Wort „Fastnacht“ (mittelhochdeutsch „vastnaht“) abgeleitet. Damit ist im katholischen Kirchenjahr die Nacht vor der Fastenzeit gemeint, die mit dem Aschermittwoch beginnt und bis einschließlich Karsamstag dauert. Allgemeinverbindliche Fastenregeln lassen sich aus der Geschichte der Religion und Medizin nicht herleiten.

Fastenregeln wurden im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Religionen, Mediziner und Naturheiler setzten das Fasten aus unterschiedlichen Motiven ein und verbanden dabei verschiedene Methoden. Fasten war niemals nur „nicht essen“. Aus der Geschichte des Fastens wird deutlich, dass Fasten immer dann zur Farce wurde, wenn es in Form von „festhalten“ an starren Regeln durchgeführt wurde oder werden musste. Die großen Religionsstifter und -führer erkannten, nachdem auch Sie meistens streng über viele Wochen gefastet hatten, dass Fasten nur dann Sinn macht, wenn es in den natürlichen Lebensablauf integriert wird und warnten vor Übertreibungen.




Fasten hat Tradition

Fasten hat Tradition

Für Jesus, der selbst 40 Tage in der Wüste fastete, war Fasten als Selbstkasteiung kein geeignetes Mittel zur Selbsterkenntnis. Buddha beschloss, so streng zu fasten, bis er "sein Rückgrat durch seinen Magen spüren" konnte. Nachdem er sich in strenger Selbstdisziplin Härteübungen und Selbstkasteiung ausgesetzt hatte und fast zum Skelett abgemagert war, fiel er eines Tages vor Erschöpfung in Ohnmacht.Mit Glück hatte er diesen Zustand überlebt und war zur Erkenntnis gelangt, dass eine rein körperliche Kasteiung des Körpers nicht zur Erleuchtung führen könne. Auch er lehnte deshalb Fasten im strengen Sinne ab.

Beide Religionsbegründer lehrten schließlich, Gott sei so nahe, dass es keiner besonderen Mittel bedürfe, um zu ihm zu gelangen. Auch Mohammed empfahl eine abgeschwächte Form des Fastens, nachdem er selbst ebenfalls über einen Monat gefastet hatte und auch in seinem weiteren Leben die Fastentage als Vorbild einhielt.

Fasten ist sowohl in der traditionellen Medizin als auch in allen Religionen fest verankert. Bereits Hippokrates (460-370 v.Chr.) wandte das Fasten als Heilmethode an und sagte: "Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente".

Fasten und Heilfasten - Unterschiede

Die Begriffe “Fasten“ und „Heilfasten“ werden heute oft synonym gebraucht. Streng genommen muss aber deutlich zwischen dem „Fasten für Gesunde“ und dem „Heilfasten“ unterschieden werden. Heilfasten bedeutet im ursprünglichen Sinn, dass es als medizinische Methode zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt wurde. Der Begriff wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts von Dr. Otto Buchinger geprägt, der nach längerer Krankheit selbst das Fasten entdeckte und dann als Arzt das Fasten zur Heilung von Krankheiten erfolgreich einsetzte. “Heilfasten” in diesem Sinne hat jedoch  eine noch viel längere Tradition.Bereits in der Antike wurde es von den besten Ärzten empfohlen, so z.B. auch von Hippokrates.

Heute spricht man auch von Heilfasten, wenn es zur Vorbeugung und Prävention von Krankheiten praktiziert wird. Wichtig ist auf jeden Fall die Unterscheidung, ob es bei einem Fastenangebot um eine Maßnahme zur Behandlung von Krankheiten geht oder ob es der Prävention gilt. Heilfasten sollte nur in Kliniken und von erfahrenen Fastenärzten durchgeführt werden.

➡ Hier finden Sie alle Fastenkurse




Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst logged in sein um hier zu kommentieren.