Intervallfasten – Frühstück (Teil 1)

Intervallfasten – Frühstück (Teil 1)

Ist Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Frühstück wird als wichtigste Mahlzeit des Tages angesehen. Laut einer Studie1, die in der Fachzeitschrift The Journal of Nutrition erschienen ist, soll nicht frühstücken sogar das Diabetesrisiko erhöhen.

Andererseits weiß man, dass Intervallfasten viele gesundheitliche Vorteile bietet. Beim Intervallfasten isst man klassischerweise in einem Zeitfenster von 6 bis 8 Stunden und fastet den Rest des Tages. Üblicherweise lässt man dabei eine Mahlzeit ausfallen, entweder Frühstück oder Abendessen. Gerade das Frühstück ausfallen zu lassen ist für viele Leute eine sehr einfache Methode, sich mit dem Intervallfasten anzufreunden.




Viele haben morgens sowieso keinen Hunger und ohne Frühstück lässt sich das nächtliche Fasten einfach auf natürliche Weise verlängern.

Steigt dadurch wirklich das Risiko für Diabetes?

Die oben genannte Studie hat einige Schwächen und kann nicht als Beleg für eine wissenschaftlich fundierte Aussage herangezogen werden. Die Publikation fasst Ergebnisse von 6 Studien zusammen, bei denen die Studienteilnehmer zu ihren Frühstücksgewohnheiten befragt und über mehrere Jahre beobachtet wurden. Dabei hat sich gezeigt, dass diejenigen, die nicht frühstücken, statistisch gesehen ein leicht erhöhtes Risiko für Diabetes hatten. Das Problem mit einer solchen Studie ist, dass Leute, die frühstücken, andere Lebensgewohnheiten haben als Leute, die nicht frühstücken. So weiß man aus anderen Studien2, dass Personen, die nicht frühstücken, eher dazu neigen, spät abends noch zu essen, weniger zu schlafen, zu rauchen, mehr Alkohol zu trinken und weniger Sport zu treiben. Es ist also unmöglich zu sagen, welche dieser Faktoren für das erhöhte Diabetesrisiko verantwortlich sind, da sich Frühstücker und Nicht-Frühstücker einfach in zu vielen Dingen unterscheiden.

Auch wenn diese Studie nur bedingt aussagekräftig ist, stimmt es jedoch, dass es vorteilhaft ist, den Großteil der Nahrung eher früher am Tag zu sich nehmen. Körperzellen nehmen morgens bereitwilliger Zucker auf als am späten Abend, wodurch der Blutzucker nach einer Mahlzeit schneller wieder in den Normalbereich kommt. Außerdem kann durch zu spätes Essen die Schlafqualität leiden, was auf Dauer nicht gesundheitsförderlich ist.

Was bedeutet das für das Intervallfasten, bei dem häufig auf das Frühstück verzichtet wird? In den nächsten beiden Teilen gehen wir darauf ein, dass zum Intervallfasten mehr gehört als einfach nicht zu frühstücken und worauf Sie achten sollten.

1The Journal of Nutrition, Volume 149, Issue 1, January 2019, Pages 106–113, https://doi.org/10.1093/jn/nxy194

2A Prospective Study of Breakfast Eating and Incident Coronary Heart Disease in a Cohort of Male U.S. Health Professionals, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3797523/

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