Wie wirkt sich Intervallfasten bei metabolischem Syndrom aus?

Wie wirkt sich Intervallfasten bei metabolischem Syndrom aus?

Intervallfasten hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren, sondern kann auch helfen, den Blutdruck zu senken und Blutzucker- und Blutfettwerte zu verbessern. Die 16:8-Methode ist eine beliebte Variante, bei der in einem täglichen Zeitfenster von 8 Stunden üblicherweise 2 Mahlzeiten gegessen werden, und für 16 Stunden gefastet wird. Jedoch bringt selbst eine Reduktion auf 3 Mahlzeiten in einem Zeitfenster von circa 10 Stunden ähnliche Vorteile, wie eine Studie an Diabetespatienten gezeigt hat.

Studie: Ein Essenzeitraum von 10 Stunden verbessert Risikomarker für Diabetes

Eine aktuelle Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift Cell Metabolism erschienen ist, hat untersucht, wie sich eine Verkleinerung des Essenzeitfensters von circa 14 Stunden auf 10 Stunden bei Patienten mit metabolischem Syndrom auswirkt. Das metabolische Syndrom ist durch Fettleibigkeit in der Bauchgegend, schlechte Blutzucker- und Blutfettwerte, und Bluthochdruck gekennzeichnet und stellt eine Vorstufe von Diabetes Typ 2 (sogenanntes Altersdiabetes) dar.

24 Teilnehmer, die vor der angaben, vor der Studie täglich in einem Zeitraum von 14 Stunden zu essen, waren dazu angehalten für 12 Wochen in einem täglichen Zeitfenster von 10 Stunden zu essen. Während der Studie nahmen sie zwischen 8 und 10 Uhr die erste Mahlzeit zu sich und zwischen 18 und 20 Uhr die letzte. Die meisten Probanden haben in diesem 10-stündigen Zeitraum drei Mahlzeiten gegessen: Frühstück, Mittag- und Abendessen.

Obwohl die Teilnehmer nicht dazu angehalten wurden, irgendetwas an der Art oder Menge des Essens zu ändern, haben sie dennoch im Schnitt täglich 8,62% weniger Kalorien zu sich genommen als vor der Studie. Die Teilnehmer haben in den 12 Wochen im Schnitt 3,3 Kg Gewicht verloren, was mit einer signifikanten Reduktion des Körperfettanteils und des Taillenumfangs einherging. Die Cholesterinwerte haben sich signifikant verbessert und der ist Blutdruck gesunken.

Von 19 Teilnehmern, die die Studie beendet haben und deren Daten ausgewertet wurden, hatten 12 zu Beginn der Studie erhöhte Blutzuckerwerte. Bei diesen Teilnehmern sank der Nüchternblutzucker während der Studie signifikant. Bei Probanden mit einem Blutzucker im Normalbereich wurde keine Veränderung festgestellt.

Circa 16 Monate nach der Studie wurden die Teilnehmer kontaktiert. 63,2% der Probanden gaben an, dass sie den Essenszeitraum immer noch begrenzen. Das suggeriert, dass Intervallfasten auch auf Dauer leicht durchzuführen ist, auch wenn kein Zwang dazu besteht.

Fazit: Studie bestätigt Ergebnisse anderer Untersuchungen

Die Studie bestätigt, was bereits einige Intervallfastenstudien zuvor gezeigt haben: diese Art des Fastens verbessert innerhalb kurzer Zeit Risikomarker für Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem ist Intervallfasten leicht umzusetzen, was daran zu erkennen ist, dass die Teilnehmer das Protokoll während der Studie zum Großteil vorschriftsmäßig befolgen und teilweise sogar nach Abschluss der Studie freiwillig fortsetzen.

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