Kann die Waage den Erfolg beim Intervallfasten messen?

Kann die Waage den Erfolg beim Intervallfasten messen?

Intervallfasten hat viele positive Effekte auf den Körper. So verbessert es zum Beispiel den Zuckerstoffwechsel und fördert die Autophagie, ein lebenswichtiger Recyclingprozess. Dennoch ist für die meisten Leute eine Gewichtsreduktion die Hauptmotivation fürs Intervallfasten. Jedoch tut sich nicht immer viel auf der Waage. Ist das ein Grund, frustriert aufzugeben?

Laut einer Studie, nein. Denn die Erfolge des Intervallfastens machen sich nicht unbedingt auf der Waage bemerkbar.

Kein Gewichts- aber dafür Fettverlust

In der Studie wurden 13 übergewichtige Probanden (mittlerer BMI von 29) in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe war dazu aufgefordert, ihr Frühstück um mindestens 1,5 Stunden nach hinten zu verschieben und ihr Abendessen um 1,5 Stunden nach vorne zu verlegen. Im Schnitt haben die Teilnehmer dadurch ihr Essensfenster um 4,5 Stunden verkleinert und in einem täglichen Zeitraum von circa 8,5 Stunden gegessen. Die Kontrollgruppe hat ihre bisherigen Essgewohnheiten fortgeführt.

Obwohl die Teilnehmer der Fastengruppe so viel essen durften wie sie mochten, haben sie ihre tägliche Kalorienaufnahme im Laufe der 10 Wochen der Studie um circa 30% (von circa 2200 kcal auf 1500 kcal) reduziert.

Erstaunlicherweise hatten die Probanden nach den 10 Wochen kein Gewicht verloren. Bei näherer Analyse ergab sich jedoch, dass sie 1,9% Fett verloren hatten.

Der Körper formt sich beim Fasten

Dieses Ergebnis ist zwar überraschend, aber nicht ungewöhnlich. Beim Intervallfasten, oder auch beim Fasten generell, wird nicht einfach nur Fett abgebaut und somit Gewicht verloren, sondern der Körper formt sich neu. Das Verhältnis von Fett zu fettfreier Masse (zu einem Großteil Muskeln) verändert sich zum Positiven. Etwas Ähnliches wurde bei einer Langzeitstudie beobachtet, in der die Teilnehmer nach Ende der Studie zwar wieder zugenommen hatten, aber lediglich an fettfreier Masse. Aus diesem Grund ist Wiegen keine gute Methode, um den Erfolg zu beurteilen. Das Maßband ist eine bessere Hilfe, mit dem Sie Unterschiede im Umfang messen können. Auch Kleidung bietet wertvolle Hinweise. Wenn sie plötzlich lockerer sitzt, ist das auf jeden Fall als Fortschritt zu verzeichnen.

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