Die Phasen des Fastens

Die Phasen des Fastens

Falls Sie schon einmal für mehrere Tage gefastet haben, werden Sie wissen, dass man beim Fasten mehrere Phasen durchläuft. Einige Stunden nach der letzten Mahlzeit werden Sie wahrscheinlich langsam hungrig, nach einer gewissen Zeit lässt der Hunger jedoch wieder nach. Irgendwann erreichen Sie auch einen Punkt, an dem Sie sich sehr energiegeladen und mental klar fühlen. Was geht da vor sich?

Wenige Stunden nach dem Essen

Wenn Sie etwas essen steigt zunächst der Blutzucker an, woraufhin Insulin ausgeschüttet wird. Insulin hilft den Körperzellen, den Zucker aufzunehmen. Der restliche Zucker wird für später gespeichert. Circa 3 Stunden nach der letzten Mahlzeit ist der Blutzucker wieder im Normalbereich.

3-24 Stunden nach dem Essen

Danach beginnt die katabole Phase, in der gespeicherte Energie freigesetzt wird: in der Leber wird gespeichertes Glykogen in Zucker abgebaut, wodurch ein Abfallen des Blutzuckerspiegels verhindert wird. Die Glykogenspeicher sinken mit der Zeit immer mehr und langsam fängt der Körper an, auch Fett als Energiequelle zu nutzen. Denn die Glykogenspeicher sind sehr limitiert, wir haben jedoch fast unendliche Mengen an Energie in Form von Fett gespeichert.

Mehr als 24 Stunden nach der letzten Mahlzeit

Nach circa 24 Stunden sind die Glykogenspeicher sehr niedrig und der Körper nutzt primär Fett als Energiequelle. Aus Fett werden auch sogenannte Ketonkörper hergestellt, die auch das Gehirn als Energiequelle nutzen kann. Je mehr der Körper Fett verbrennt, desto weniger Hungerhormon wird produziert, das sogenannte Ghrelin Hormon. Am zweiten Fastentag ist das Ghrelinlevel niedriger als am zweiten und am dritten noch niedriger. Entsprechend nimmt auch der Hunger immer mehr ab und am dritten Fastentag verspüren die meisten Fastenden keinen Hunger mehr. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem Sie sich plötzlich sehr energetisch fühlen und sehr klar denken können.

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