Intermittierendes Fasten

Das Thema hat inzwischen verschiedene Begriffe: „Alternierendes Fasten“, „Intermittierendes Fasten“, „10 in 2“, „Intervall-Diät“ – das Prinzip ist das gleiche. Zumindest einmal am Tag soll zwischen den Mahlzeiten eine längere Pause liegen, mindestens 16 Stunden. In ihrer Ausgabe vom 12.01.2014 titeln die Stuttgarter Nachrichten: „Einen Tag essen, einen Tag fasten“ und machen die inzwischen etwas eigentlich bekannte Theorie von dem österreichischen Psychologen und Komiker Bernhard Ludwig neu auf. Einen Tag essen (1), einen Tag fasten (0), so purzeln die Pfunde im Zwei-Tages-Rhythmus (2) – „10in2“. Dabei kommt es Ludwig in erster Linie auf die Gewichtsreduktion an.

Dabei gibt es für diese Methode inzwischen auch wissenschaftliche Untersuchungen, die vielversprechend sind. Unsere Gene sind so ausgeprägt, dass wir gut mit Nahrungsentzug klar kommen. Mehr noch: eigentlich ist unser Körper nicht darauf ausgelegt, ständig Nahrung zugeführt zu bekommen. Regelmäßige Mahlzeiten sind eine Erscheinung der heutigen, westlichen Zivilisation. „Ernährungsformen, die mit einer dauerhaften Kalorienreduktion einhergehen, haben günstige Auswirkungen auf die Gesundheit“, bestätigt Andreas Pfeiffer von der Charité Berlin und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. „Aus medizinischer Sicht spricht deshalb bei gesunden Erwachsenen wenig gegen das alternierende Fasten.“

Die Frage ist, wie lange die 10in2 – Regel realistisch durchführbar ist. Vielleicht sind Programme praktikabler, die längere „Essenspausen“ propagieren, etwa das Frühstück oder Abendessen ausfallen zu lassen, je nach persönlicher Vorliebe. Insbesondere der Verzicht auf das Abendessen soll das ­Leben nachhaltig verlängern. Diese These vertritt der der österreichische Endokrino­loge Professor Johannes Huber. Ob die sich die Ergebnisse in Versuchen an Mäusen jedoch auch auf den Menschen übertragen lassen, ist nicht bewiesen.

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